Am Samstag, den 21.05.2011 richtete der SV Koweg Görlitz sein traditionelles Pokalturnier aus. In diesem Jahr stand die 26. Auflage an.
Die Saison der TTF ist nun schon eine Weile zu Ende, was bietet sich da also besser an die „tischtennisfreie“ Zeit zu überbrücken, als an Turnieren teilzunehmen. Eine solche Möglichkeit ergab sich mit der Einladung zum 26. Pokalturnier des SV Koweg Görlitz. Natürlich ließen wir uns nicht zweimal bitten und nahmen die Einladung an. So machten sich am Samstag mit Jan Beyer und Thomas Marschall zwei Akteure der TTF auf den Weg. In der Halle angekommen, wurde schnell klar, dass es sich um ein starkes Teilnehmerfeld handelte und wir für unser Ziel, sowohl den Einzel- als auch den Doppeltitel, hart würden kämpfen müssen. Neben altbekannten Spielern aus Görlitz, Bautzen, Neusalz, Uhsmannsdorf oder Jonsdorf waren auch Spieler aus anderen Bundesländern angereist, die natürlich die großen Unbekannten waren.
Zu Beginn standen erst einmal die Vorrundengruppen im Einzel auf dem Programm. Beide TTF-Spieler erwischten eine Vierergruppe, mussten somit zum Erreichen des Achtelfinals mindestens Gruppenzweiter werden. Dies gelang sowohl Beyer als auch Marschall mehr oder weniger souverän und beide zogen in die KO-Runde ein. Aufgrund eigenen Verschuldens, war aber bereits klar, dass es spätestens im Viertelfinale zum vereinsinternen Duell kommen würde. Im Achtelfinale bekamen es beide Weißwasseraner mit Spielern aus Neusalza-Spremberg zu tun. Beyer musste sich mit Patrick Ueberschär auseinander setzen und Marschall musste gegen Stefan Köhler ran. In beiden Vergleichen setzten sich die Weißwasseraner durch. So kam es also wie es kommen musste und im Viertelfinale musste einer der beiden die Segel streichen. Von Anfang an entwickelte sich ein offenes Spiel, welches durch das wechselnde Quäntchen Glück schließlich im fünften Satz endete. Dieser sollte zunächst eine klare Angelegenheit für Jan Beyer werden, denn er führte schnell mit 7:1, doch Marschall kämpfte sich zurück und erspielte sich sogar den Matchball zum 10:9. Am Ende setzte sich aber doch unsere Nummer eins mit 13:11 im Entscheidungssatz durch und zog verdient ins Halbfinale ein. Dort wartete mit Andreas Neck ein alter Bekannter, der jetzt für SCHOTT Jena spielt. Auch hier entwickelte sich ein Spiel mit Höhen und Tiefen für den TTF-Akteur. Am Ende behielt Beyer aber kühlen Kopf (was an diesem Tag gar nicht so einfach war) und setzte sich mit 3:1 durch. Das Finale war dann eines, welches von vielen, wenn nicht gar allen Beteiligten so vorrausgesagt wurde. Gegner im Finale war mit Robin Schönherr von der ZSG Jonsdorf, einem der besten Spieler der letzten Saison in der 2. Bezirksliga. Wie erwartet entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch mit teils sehr sehenwerten Ballwechseln. Den ersten Satz konnte Beyer noch gewinnen, wurde in den folgenden Sätzen aber, auch bedingt durch das Spiel seines Gegenübers, immer passiver. Im vierten Satz fand Beyer dann wieder besser zu seinem Spiel und erzwang den Entscheidungssatz. Diesen konnte er mit 12:10 für sich entscheiden und sich somit den Titel sichern.
Neben der Einzelkonkurrenz stand auch noch das Doppelturnier auf dem Programm. Von der Papierform her waren die Duos Frieser/Schönherr und Beyer/Marschall sicherlich die Stärksten aber auch andere Kombinationen durften nicht unterschätzt werden, z.B. Kasper/Schindler von Koweg Görlitz. In der ersten Runde mit einem Freilos ausgestattet, bekamen es Beyer/Marschall im ersten Spiel mit Daniel Weiß (Uhsmannsdorf) und Bernd Heinrichs (SV Koweg Görlitz) zu tun. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem engen ersten Satz, setzte sich das TTF-Doppel aber letztlich klar mit 3:0 durch. Etwas überraschend kam es im Halbfinale nicht zum erwarteten Duell mit Kasper/Schindler sondern mit dem Neusalzaer Doppel Ueberschär/Köhler. Die beiden Neusalzaer leisteten sehr viel Widerstand und Beyer/Marschall setzten sich nur knapp mit 3:1 Sätzen durch, wobei hier auch ein gewisses Quäntchen Glück nicht von der Hand zu weisen war. Dass dieses im Finale dann nochmals gesteigert wurde, konnte zu diesem Zeitpunkt aber noch niemand ahnen. Wie erwartet, kam es im Finale zum Aufeinandertreffen mit den beiden (noch) Jonsdorfern Frieser/Schönherr. Wie schon erwähnt war es ein ausgeglichenes Spiel, bei dem sich letztlich das glücklichere Doppel durchsetzen konnte. Speziell im vierten Satz hatte das TTF-Doppel das Glück gepachtet und setzte sich mit 3:1 durch. Somit konnten sich die TTF Weißwasser beide Titel in Görlitz sichern, schade nur dass wir nächstes Jahr leider nur unseren Einzeltitel verteidigen können.
Wir möchten es natürlich nicht versäumen uns an dieser Stell für die Einladung nocheinmal zu bedanken. Wir haben ein qualitativ hochwertiges Turnier mit blendender Organisation erlebt und würden uns freuen irgendwann nochmal teilnehmen zu können. Ein besonderer Dank geht natürlich an Bernd Heinrichs und alle die dieses Turnier möglich gemacht haben. Einen Extradank auch nochmal an Bernd für die Bereitstellung der Fotos.




